Warum wir nicht mit Kunststein arbeiten

Die naheliegendste Begründung ist: weil wir Naturstein lieben. Dennoch wollen wir ein bisschen weiter ausholen. Denn Kunststein, der wahlweise auch "Feinsteinzeug", "gesinterter Stein" oder "engineered stone" genannt wird, gewinnt an Bedeutung, besonders als Material für Küchenarbeitsplatten und großformatige Fliesen. Deshalb bekommen wir inzwischen häufiger Anfragen dazu. Vor allem, ob wir Kunststein mit unserer CNC-Säge schneiden können.

Schwierig zu sägen und nicht alternativlos

Anbieter dieser mineralischen Verbundwerkstoffe, zum Beispiel Dekton, Neolith oder Silestone, versprechen, dass ihr Material besonders kratzfest, säurefest und hygienisch ist, außerdem ganz neue optische Möglichkeiten bietet. Das rechtfertige auch den recht hohen Preis.

Wir arbeiten aus zwei Gründen nicht mit Kunststein: Der eine betrifft die Produktion, der andere unsere Philosophie.
Kunststein wird beworben als Material mit „Null-Porosität der Oberfläche“, die verhindern soll, dass Bakterien entstehen. Diese Eigenschaft sorgt allerdings gleichzeitig dafür, dass er im Vergleich zu Naturstein spröder und steifer ist. Und das wiederum führt dazu, dass Kunststein-Platten beim CNC-Sägen unvorhersehbar ausplatzen können – das zumindest ist unsere Erfahrung damit.

Laut Herstellern liegt das nicht am Material, sondern an fehlenden Fertigkeiten beim Sägen desselbigen.  Wir haben deshalb entschieden: Wir möchten keine weiteren Erfahrungen sammeln, sondern schlicht keinen Kunststein zuschneiden. Denn wir können unseren Kundinnen und Kunden nicht zusichern, dass wir dabei ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Und Alternativen gibt es genug … Was uns zur Philosophie führt: Kunststein kann bei Schäden kaum ausgebessert werden, er ist teilweise nicht hitzebeständig, aber vor allem ist er eben künstlich. Er muss in teils energieintensiven Produktionsverfahren hergestellt werden.

Naturstein hingegen existiert in unglaublicher Varianz seit Jahrtausenden. Energie verbraucht lediglich sein Abbau, und zwar wesentlich weniger als die Herstellung eines künstlichen Materials.  Wer Wert auf Regionalität legt, kann in den meisten Fällen außerdem Naturstein aus direkter Umgebung beziehen. In Küchen ist dabei nach wie vor Granit am beliebtesten. Das Hartgestein ist langlebig, umweltfreundlich, robust, pflegeleicht. Und echt – nichts für ungut, aber: den Trend, Natur mit künstlichen Materialien zu imitieren, verstehen wir einfach nicht so richtig.

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